Wirtschaftsingenieurwesen im Wandel: FFBT WI Jahrestagung 2026 in Zwickau

Hochschulen diskutieren über Studienprofile, Qualitätssicherung und neue Anforderungen an die Schnittstelle von Technik und Wirtschaft

Von Karoline Schäfer, FFBT WI

Künstliche Intelligenz, nachhaltige Transformation und tiefgreifende Veränderungen in der Industrie verändern auch die Anforderungen an die Ingenieurinnen und Ingenieure von morgen. Das Wirtschaftsingenieurwesen ist dabei besonders gefordert: Als Schnittstelle zwischen Technik, Wirtschaft und Management muss die Disziplin Antworten auf komplexe Herausforderungen entwickeln, sowohl in Forschung, als und in der Lehre und dem Transfer in die Berufswelt.

Wie Hochschulen diese Entwicklungen aufgreifen und welche Kompetenzen künftig stärker gefragt sind, stand im Mittelpunkt der Jahrestagung des Fakultäten- und Fachbereichstags Wirtschaftsingenieurwesen (FFBT WI), die vom 17. bis 19. Juni 2026 an der Westsächsischen Hochschule Zwickau stattfand.

Vertreterinnen und Vertreter aus Hochschulen und Fachbereichen des Wirtschaftsingenieurwesens kamen in Zwickau zusammen, um aktuelle Entwicklungen zu diskutieren und gemeinsame Perspektiven für die Weiterentwicklung der Disziplin zu entwickeln. Auf der Agenda standen unter anderem Fragen der Qualitätssicherung, die Weiterentwicklung von Studienprofilen, das CHE-Ranking 2026 sowie das Gütesiegel Wirtschaftsingenieurwesen.

„Die besondere Stärke des Wirtschaftsingenieurwesens liegt darin, technische und wirtschaftliche Perspektiven miteinander zu verbinden. Gerade in Zeiten schneller Veränderungen braucht die Industrie Menschen, die unterschiedliche Fachwelten verstehen und daraus neue Lösungen entwickeln können“, sagt Professor Uwe Dittmann, Vorsitzender des FFBT WI. „Die Jahrestagung bietet die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam darüber zu beraten, wie Hochschulen ihre Studienangebote zukunftsfähig gestalten.“

Gastgeber der Tagung war die Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ). Mit ihrem anwendungsorientierten Profil und ihrer engen Zusammenarbeit mit regionalen und überregionalen Partnern bot die Hochschule einen passenden Rahmen für den Austausch über die Verbindung von Wissenschaft und Praxis.

„Die Entwicklung des Wirtschaftsingenieurwesens beruht auf einem offenen, kontinuierlichen Dialog. Hochschulen haben ähnliche Herausforderungen und können daher aus unterschiedlichen Perspektiven wertvolle Impulse geben“, sagt Gastgeber Professor Dr.-Ing. habil. Christian-Andreas Schumann von der Westsächsischen Hochschule Zwickau. „Wir haben uns sehr gefreut, den FFBT WI in Zwickau begrüßen zu dürfen und den Teilnehmenden Einblicke in unsere Hochschule sowie in unsere Forschungs- und Transferaktivitäten zu geben.“
Neben Fachvorträgen und Diskussionen bot die Tagung Gelegenheit, aktuelle Projekte und Anwendungsbeispiele kennenzulernen. Einblicke in Forschungs- und Transferaktivitäten der Gastgeberhochschule sowie Exkursionen in die Region zeigten, wie eng wissenschaftliche Entwicklung und industrielle Praxis miteinander verbunden sind. Hier bedankt sich der FFBT WI beim Smart Rail Connectivity Campus in Annaberg-Buchholz für die Eindrücke. Abgerundet wurde die Exkursion durch eine Führung in der Annenkirche, die insb. den Bezug der Region zum Bergbau unterstrich.

Mit der Jahrestagung 2026 setzt der FFBT WI seinen Austausch zur Zukunft des Wirtschaftsingenieurwesens fort. Im Mittelpunkt steht dabei eine zentrale Frage: Wie können Hochschulen heute die Kompetenzen gestalten, die morgen in Wirtschaft und Gesellschaft benötigt werden?

Der FFBT WI lädt hier Interessierte und Mitglieder zum Fachbereiche und Fakultäten zum kollegialen Austausch ein. Die kommende Jahrestagung findet von 16. – 18. Juni 2027 in Stralsund statt.

Impressionen (Quelle: Thomas Ritter):