FFBT WI stellt die Weichen für die Zukunft des Wirtschaftsingenieurwesens

Der Vorstand des FFBT WI, v.l n.r.: Prof. Dr. Matthias WernerProf. Dr. Hermann EnglbergerProf. Dr. Peter MeyerProf. Uwe Dittmann und Prof. Dipl.-Ing. Dr. Erich Markl.

Strategische Ausrichtung, wissenschaftliche Sichtbarkeit und neue Impulse für die Lehre: Im Rahmen einer Vorstandssitzung Mitte April hat der FFBT WI zentrale Themen für die Weiterentwicklung des Wirtschaftsingenieurwesens intensiv diskutiert.

Die Rolle des FFBT WI bei dieser Weiterentwicklung und insbesondere die Frage, wie die Qualitätssicherung der WI-Studiengänge durchgeführt werden kann, wurde dabei besonders in den Blick genommen. Klar wurde schnell: Der Anspruch ist hoch, denn die Themen sind herausfordernd.

Im Zentrum stand die strategische Ausrichtung. Dabei ging es weniger um abstrakte Leitbilder als um konkrete Fragen: Wie lässt sich die Qualität von Studiengängen langfristig sichern und auch sichtbar machen?

Zusätzlich wurde erörtert, wie die Wahrnehmung des Wirtschaftsingenieurwesens national wie international gesteigert werden und das Profil der Disziplin in einem zunehmend dynamischen Umfeld geschärft werden kann.

Zwischen Digitalisierung, neuen Kompetenzanforderungen und wachsendem Wettbewerb wird deutlich: Stillstand ist keine Option. Auch das Thema Marketing rückte in den Fokus. Im Mittelpunkt stand dabei das ins Leben gerufene WI-Gütesiegel, das die Einhaltung der Qualitätsstandards in der Lehre sicherstellt. Die Diskussion zeigte jedoch: Seine Wirkung ist vorhanden, aber auch viel noch nicht ausgeschöpftes Potential.

Entsprechend ging es darum, wie das Gütesiegel künftig stärker positioniert und kommuniziert werden kann – sowohl innerhalb der Hochschullandschaft als auch darüber hinaus. Mit Blick nach vorn spielte auch die Weiterentwicklung der Arbeitskreise eine wichtige Rolle.

Neben etablierten Formaten wurden neue Themenfelder diskutiert, die aktuelle Herausforderungen aufgreifen. Auch ein Impuls aus dem wissenschaftlichen Bereich wurde diskutiert. Die Idee: Ein Publikationsformat für wissenschaftliche Artikel über die Wirtschaftsingenieurwissenschaft. Es geht um die grundsätzliche Frage, wie präsent und eigenständig das Wirtschaftsingenieurwesen als Forschungsdisziplin wahrgenommen wird – und wie sich diese Rolle weiter stärken lässt.

Unterm Strich zeigt die Sitzung vor allem eines: Der FFBT WI versteht sich nicht als reines Abstimmungsgremium, sondern als aktiver Gestalter. Ob Strategie, Wissenschaft oder Lehre – an vielen Stellen wird parallel gearbeitet, um das Wirtschaftsingenieurwesen zukunftsfähig aufzustellen und seine Rolle als interdisziplinäre Schlüsseldisziplin weiter zu stärken.

Mit den Eindrücken einer erfolgreichen Klausurtagung freut sich der Vorstand des FFBT WI auf die kommende Jahrestagung in Zwickau von 17. – 19. Juni 2026 (Anmeldung).