Fachqualifikationsrahmen wurde 2012 gemeinsam mit dem Verband Deutscher Wirtschaftsingenieure (VWI) erarbeitet und erstmalig veröffentlicht. Am 18. Juni 2019 wurde die dritte überarbeitete Fassung des Qualifikationsrahmens Wirtschaftsingenieurwesen veröffentlicht. Neben einer fachlichen Überarbeitung wurde das bestehende Konzept um die Output-Orientierung erweitert. Es wurden nicht mehr nur die inhaltlichen Inputs ins Blickfeld gerückt, sondern insbesondere das erwünschte Ergebnis, d.h. die Kompetenzen, die Studierende erwerben sollen.
Im Dezember 2021 wurde eine englischsprachige Fassung veröffentlicht, die auch international zur Sicherung des Qualitätsstandards beitragen und gleichzeitig das erfolgreiche Konzept des Wirtschaftsingenieurwesens international bekannter machen soll. Dadurch soll der Austausch mit dem europäischen Ausland und darüber hinaus gefördert werden.
Der Arbeitskreis tagt in der Regel drei- bis viermal im Jahr. Alle Mitglieder sind eingeladen, sich an der Weiterentwicklung zu beteiligen. Bei Interesse an einer Mitwirkung bitte eine E-Mail an: info@wirtschaftsingenieurwesen.de

Studiengang
Durch die steigende Komplexität der Unternehmenswelt sind in international tätigen Großunternehmen ebenso wie in kleinen und mittelständischen Unternehmen Entscheider und Führungskräfte gefragt, die neben der Übernahme von spezifischen Fachaufgaben eine integrierende Funktion übernehmen und bei der Steuerung der nationalen, aber auch internationalen Geschäfte die ganze Unternehmenseinheit im Blick haben. Kompetenz in Teamführung für die Projektkoordinierung über Fach- und Ländergrenzen hinweg, gewinnt dabei in Zeiten weltumspannender Unternehmensaktivitäten für die Ausbildung eine immer größere Bedeutung. Ziel des Arbeitskreises Gütesiegel/Qualifikationsrahmen ist es eine Richtlinie und ein Instrument zur Qualitätssicherung zu entwickeln. Auf dieser Grundlage wird die systematische Gestaltung von Studiengängen, Modulen und Studieninhalten wirtschaftsingenieurwissenschaftlicher Studiengänge unterstützt und vereinfacht – unter anderem auf der Grundlage von Lernergebnissen.
Die drei Säulen des Wirtschaftsingenieurwesens:
Die Säulen des Wirtschaftsingenieur-Studiums sind Technik, Wirtschaft und die Integrationsfächer. Letztere sollen die technischen mit den wirtschaftlichen Fächern verzahnen und die spezifische und besondere Interdisziplinarität des Studiums herausarbeiten und mit Leben erfüllen. Ziel ist, die Absolventinnen und Absolventen zu verantwortungsvollen Persönlichkeiten zu entwickeln, die in der Lage sind, übergreifend zu denken und interkulturelle Teams zu führen. Hierbei bedeutet interkulturell sowohl die fachliche Kultur mit der Brückenkompetenz Technik – Wirtschaft als auch die Fähigkeit, mit Individuen und Gruppen anderer Kulturen erfolgreich und angemessen zu interagieren.
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Technik
Die natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fächer werden im Wesentlichen durch den speziellen ingenieurwissenschaftlichen Teil bzw. die jeweiligen Studienrichtungen im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen festgelegt. Hierzu gehören beispielsweise Mathematik, Informatik, Physik, Chemie, Werkstofftechnik, Konstruktionslehre, Elektrotechnik, Fertigungsverfahren und Verfahrenstechnik. Ein Studium des Wirtschaftsingenieurwesens kann dabei i. d. R. entweder auf Maschinenbau, Elektrotechnik oder Bauingenieurwesen bezogen werden oder in einer branchenorientierten Studienrichtung wie zum Beispiel Recycling- und Umwelttechnik, Lebensmitteltechnik, Automobiltechnik, Kunststofftechnik, Nachrichtentechnik oder Informations- und Kommunikationstechnik erfolgen.
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Wirtschaft
Zum Kernbereich Wirtschafts-, Rechts- und weitere Sozialwissenschaften gehören beispielsweise Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Rechnungswesen und Controlling, Volkswirtschaftslehre, Marketing, Unternehmensführung, Wirtschaftsrecht und Soziologie. Auch hier können durch unterschiedliche Fächerkombinationen die Breite und Tiefe des Studiums in einem bestimmten Rahmen variiert werden. Sie münden in der Regel in eine Spezialisierung durch festgelegte Studienschwerpunkte wie beispielsweise International Management oder Produktmanagement.
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Integration
Neben fachspezifischen Inhalten und Methoden aus unterschiedlichen Disziplinen wird die Fähigkeit eines bereichsübergreifenden Denkens in den Integrationsfächern als die Schlüsselqualifikation des Wirtschaftsingenieurwesens entwickelt.
Ziele
Der Arbeitskreis Gütesiegel/Qualifikationsrahmen hat das Ziel der Erarbeitung eines Leitfadens im Sinne eines Qualitätssicherungsinstruments, das sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene zum Einsatz kommen soll. Anhand dieses Instruments wird die systematische Konzeption von Studienprogrammen, Modulen und Studieninhalten wirtschaftsingenieurwissenschaftlicher Studiengänge unterstützt.
3. Auflage
Am 18. Juni 2019 wurde die dritte überarbeitete Fassung des Qualifikationsrahmens Wirtschaftsingenieurwesen veröffentlicht. Neben einer fachlichen Überarbeitung wurde das bestehende Konzept um die Output-Orientierung erweitert. Es wurden nicht mehr nur die inhaltlichen Inputs ins Blickfeld gerückt, sondern insbesondere das erwünschte Ergebnis, d.h. die Kompetenzen, die Studierende erwerben sollen.
Im Dezember 2021 wurde eine englischsprachige Fassung veröffentlicht, die auch international zur Sicherung des Qualitätsstandards beitragen und gleichzeitig das erfolgreiche Konzept des Wirtschaftsingenieurwesens international bekannter machen soll. Dadurch soll der Austausch mit dem europäischen Ausland und darüber hinaus gefördert werden.
Veröffentlichung auf Webauftritt des Gütesiegels
Seit Anfang 2026 wird der Qualifikationsrahmen auch optimiert auf dem Webauftritt des WI-Gütesiegels veröffentlicht.
Gedruckte Ausgabe
Bestellung der gedruckten deutschen Ausgabe ist über unsere E-Mail möglich. Die aktuelle Ausgabe des Qualifikationsrahmens Wirtschaftsingenieurwesen ist kostenlos, Versandgebühren fallen an.
FAQ
Häufige Fragen rund um den Qualifikationsrahmen Wirtschaftsingenieurwesen:
Antwort 1
Team
Wir danken folgenden Autorinnen und Autoren aus dem FFBT WI-Netzwerk für das Engagement bei der Weiterentwicklung und Neuauflage des Qualifikationsrahmens:


