Die Besonderheit des Wirtschaftsingenieurstudiums

ist durch die interdisziplinäre Ausrichtung und durch die integrative Verzahnung der Studieninhalte gekennzeichnet.

Dieser hohe Anspruch wird durch die Vermittlung von Inhalten aus unterschiedlichen Kerngebieten sichergestellt. Dadurch wird nicht nur eine fundierte Basis an Wissen in Grund- und Spezialfächern vermittelt, sondern auch die Aneignung von methodischen Werkzeugen sowie die Fähigkeit zu einer bereichsübergreifenden Integration des Erlernten gefördert. Das gemeinsame Studium von Studierenden aus den Ingenieur-, Wirtschafts-, und Sozialwissenschaften vermittelt zudem eine wertvolle Kommunikations- und Integrationsfähigkeit zur Bearbeitung technisch-wirtschaftlicher Projekte und Prozesse, sowie zur Führung von Teams, Abteilungen oder Einheiten mit technisch-wirtschaftlichen Aufgabenstellungen.

Kerngebiete

  • Ingenieurwissenschaften | Naturwissenschaften | Mathematik

  • Wirtschafts-, Rechts- und Sozialwissenschaften

  • Integrationsbereich

  • Soft Skills und Fremdsprachen


Ingenieurwissenschaften  |  Naturwissenschaften |

Mathematik

Zu den natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fächer gehören beispielsweise Quantitative Methoden, Physik, Chemie, Werkstofftechnik, Konstruktionslehre, Fertigungsverfahren oder Verfahrenstechnik. Dabei kann ein Studium des Wirtschaftsingenieurwesens in der Regel entweder allgemein auf Maschinenbau oder Elektrotechnik bezogen werden oder spezialisiert in einer branchenorientierten Studienrichtung, wie zum Beispiel Informations- und  Nachrichtentechnik, Recycling- und Umwelttechnik, Lebensmitteltechnik, Automobiltechnik, Medizintechnik, Kunststofftechnik oder Bauingenieurwesen erfolgen.

Wirtschafts-, Rechts- und Sozialwissenschaften

Zum Kerngebiet Wirtschafts-, Rechts- und Sozialwissenschaften gehören beispielsweise Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre, Rechnungswesen und Controlling, Volkswirtschaftslehre, Marketing, Unternehmensführung, Wirtschaftsrecht, und Soziologie. Auch hier können durch unterschiedliche Fächerkombinationen die Breite und Tiefe des Studiums in einem vorgegebenen Rahmen variiert werden. Sie münden in der Regel in eine Spezialisierung durch festgelegte Studienschwerpunkte, wie beispielsweise Produktionsmanagement, Wirtschaftsinformatik, International Management, Produktmanagement oder Marketing.   

Integrationsbereich

Das prägende Merkmal des Wirtschaftsingenieurstudiums sind die Integrationsfächer. Diese beinhalten unterschiedliche wissenschaftliche Methoden und Ansätze mit dem Ziel interdisziplinäre Fragestellungen ganzheitlich zu integrieren. Im Zentrum stehen dabei das Verstehen und Kombinieren der Denkweisen und Sprachen unterschiedlicher Disziplinen, im Falle des Wirtschaftsingenieurwesens insbesondere der Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften. Mittels der Integrationsmodule, in denen Technik und Wirtschaft in ihrem Wirkungszusammenhang aufgezeigt und verstanden werden, wird der integrative Charakter des Wirtschaftsingenieurwesens geprägt und die interdisziplinäre Verflechtung des Studiums realisiert. Typische Integrationsfächer sind  z.B. Operations Research, Statistik, Projekt- und Prozessmanagement, Enterprise Ressource Planning, Fertigungswirtschaft, Arbeitswissenschaft, Informationstechnologie, Supply Chain Management, Fabrikplanung, Systemtechnik oder Logistik.

Soft Skills und Fremdsprachen

Die für das Wirtschaftsingenieurwesen typische integrative Innovations- und Führungsfunktion erfordert neben der Fach- und Methodenkompetenz eine ausgeprägte Sozialkompetenz (Soft Skills). Diese beinhaltet vor allem die Fähigkeit zur interdisziplinären, interkulturellen und fremdsprachlichen
Kommunikation von technologischen und wirtschaftswissenschaftlichen Inhalten sowohl innerhalb als auch außerhalb des Unternehmens. Typische Beispiele sind Fremdsprachen, Kommunikations- und Präsentations-methoden, Führungstechniken, Teamorganisation, Interkulturelles Engin-eering und Interkulturelle Kommunikation