Der Arbeitskreis beschäftigte sich mit dem Übergang von Bachelor-AbsolventenInnen in Masterstudiengänge, insbesondere wenn der Übergang mit einem Wechsel der Hochschule und/oder der Hochschulart verbunden ist. Dabei stehen die Zulassungsvoraussetzungen im Vordergrund der Betrachtungen.

 

Zielsetzung

Der  Arbeitskreis beschäftigte sich mit dem Übergang von Bachelor-Absolventinnen und -Absolventen in Master-Studiengänge, insbesondere wenn der Übergang mit einem Wechsel der Hochschule und/oder der Hochschulart verbunden ist. Dabei standen die Zulassungsvoraussetzungen im Vordergrund der Betrachtungen. Grundsätzlich wurde davon ausgegangen, dass Bachelor und Master gleichberechtigte Abschlüsse für alle Hochschularten sind und der Übergang  sichergestellt sein muss.

  • Bachelor-Absolventinnen und -Absolventen steht jeder Master-Studiengang offen, geeignete Bewerberinnen und Bewerber werden über ein Eignungsfeststellungsverfahren ausgewählt.

  • Jeder Master-Studiengang erlässt eigene Zugangsordnungen (Anzahl geforderter Credit-Points in bestimmten Fächern, Sprachnachweise, etc.)

  • Bachelor-Absolventinnenen und -Absolventen können mit Auflagen belegt werden, wenn Voraussetzungen nicht erfüllt sind.

Besonderheiten des Wirtschaftsingenieurwesens

  • Durch die Vielzahl der unterschiedlichen Kombinationen aus Wirtschaft und Technik ist der Übergang besonders schwierig.

  • Die Marke "Wirtschaftsingenieur/in" muss durch klare Übergangsregelungen gestärkt werden.

  • Konsekutive Modelle können über eine Zulassungsordnung klar geregelt werden (Bachelor und Master Wirtschaftsingenieurwesen)

  • Öffnung für nahestehende Studiengänge sollte im Rahmen klarer Regeln möglich sein („im Geiste des Qualifikationsrahmens“)


Der Arbeitskreis hat eine Übersichtstabelle erstellt, in der die Zulassungsvoraussetzungen zu Master-Studiengängen des Wirtschaftsingenieurwesens in Deutschland zusammengefasst sind.

Aufbauend auf einem ersten Hochschulabschluss (in der Regel Bachelor-Abschluss) führt ein Master-Studium zum Erwerb vertiefter analytisch-methodischer Kompetenzen.

Zugleich werden die fachlichen Kenntnisse aus dem ersten Studium vertieft beziehungsweise erweitert. Weiterhin werden Studierende intensiv auf eine Tätigkeit in einer leitenden Position vorbereitet.

Die Absolventinnen und Absolventen eines Master-Studiums haben die Ziele des Bachelor-Studiums in einem längeren fachlichen Reifeprozess weiterverarbeitet und eine größere Sicherheit in der Anwendung und Umsetzung der fachlichen und außerfachlichen Kompetenzen erworben. Damit sind sie ganz allgemein zu wissenschaftlicher Arbeit und verantwortlichem Handeln bei der beruflichen Tätigkeit und in der Gesellschaft befähigt.

Konsekutive Master-Studiengänge

Für das Wirtschaftsingenieurwesen empfiehlt sich wegen der fachübergreifenden Komplexität insbesondere das Konzept von konsekutiven Studienstrukturen. Bachelor- und Master-Studiengang bilden eine 10-semestrige Einheit von sechs, sieben oder acht Semestern Bachelor-Studium und entsprechend vier, drei oder zwei Semestern Master-Studium.

Voraussetzung für ein konsekutives Master-Studium im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen ist ein Hochschulabschluss auf mindestens Bachelor-Niveau in Wirtschaftsingenieurwesen oder in einem von Aufbau und Inhalten ähnlichen angrenzenden Studiengang  von mindestens sechs Semestern Regelstudienzeit. Etliche Master-Studiengänge verlangen jedoch eine Regelstudienzeit von sieben Semestern im Bachelor-Studium. Zum Ausgleich des fehlenden Studiensemesters kann die Möglichkeit eines zusätzlichen, dem eigentlichen Master-Studium vorgeschalteten Semesters angeboten werden. Master-Studiengänge mit englischsprachigen Veranstaltungen erfordern in der Regel einen Nachweis der Englisch-Kenntnisse durch gängige Zertifikate (z.B. TOEFL). Neben diesen allgemeinen Kriterien können je nach Hochschule facheinschlägige Kenntnisse erforderlich sein. Master-Studiengänge haben eigene Zulassungsordnungen, welche die Voraussetzungen, die notwendigen Unterlagen (z.B. Motivationsschreiben) sowie das Eignungsfeststellungsverfahren festlegen, welches oftmals mit einem Auswahlgespräch verbunden ist.

Weiterbildungs-Master-Studiengänge

Neben den konsekutiven Studiengängen besteht die Möglichkeit, im Rahmen eines Aufbau-/Master-Studiums den Studienabschluss im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen zu erwerben.

Aufbaustudiengänge im Wirtschaftsingenieurwesen richten sich in erster Linie an Ingenieurinnen und Ingenieure und vermitteln primär wirtschaftliche, managementorientierte Inhalte und Methoden sowie integrative Aspekte des Wirtschaftsingenieurwesens.

Aufbaustudiengänge im Wirtschaftsingenieurwesen richten sich primär an Ingenieurinnen und Ingenieure und vermitteln vor allem wirtschaftliche, managementorientierte Inhalte und Methoden. Bei höherer Gewichtung der mathematisch-naturwissenschaftlichen sowie der ingenieurwissenschaftlichen Anteile in ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen muss der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen mit einem Master-Abschluss ein qualifizierendes Aufbaustudium mit primär wirtschaftswissenschaftlichen und integrativen Aspekten beinhalten. Bei höherer Gewichtung der wirtschaftlichen Anteile im Bachelor-Studium gilt der umgekehrte Fall. Entsprechend sind auch die empfohlenen ECTS-Punkte (Credit Points/Leistungspunkte) und die prozentuale Gewichtung anzuwenden.


Die Aufgaben dieses Arbeitskreises sind bereits abgeschlossen. Bei Fragen oder Anregungen eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!